Über den Autor

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Mein Name ist Norbert G. Matausch. Ich wurde 1970 geboren und bin seit meiner frühen Jugend sportlich aktiv, hauptsächlich in den Bereichen Kampfsport und funktionelle Fitness (in meinem Unternehmen NaturaMove unterrichte ich realitätsbasierten Selbstschutz, natürliche Bewegung und Meditation. Ich aß und trainierte jahrelang „instinktiv“, weil ich irgendwann einmal in Büchern gelesen hatte, daß das die gesündeste Art des Lebens sei.

Der Fehler: Wer „instinktiv“ ißt, ohne sich vorher bewußt mit Nahrung auseinandergesetzt zu haben, hat meistens überhaupt keine Ahnung, was sein Körper wirklich braucht. Und so führte mich mein Weg zuerst weg vom Zucker und hin zu Süßstoffen. Die aber, wie wissenschaftliche Untersuchungen mittlerweile festgestellt haben, stehen im Verdacht, teilweise krebserregend zu sein. Was sollte ich also tun?

Ich schränkte meinen Zuckerkonsum radikal ein. Das fiel mir schwer. Twix, Snickers, M&Ms… all die Köstlichkeiten waren in weite Ferne gerückt. Gleichzeitig begann ich, „bodenständiger“ zu essen: wenig aus der Dose, viel Selbstzubereitetes.

Doch ein Problem blieb: Ich nahm immer mehr zu. Und das, obwohl ich jeden Tag trainierte, teilweise mit schweren Gewichten. Natürlich legte ich auch Muskelmasse zu, aber auch viel Fett. Ich wog irgendwann, ganzu ohne irgendwelche Fitnessdrinks und „Supplements“, rund 102 Kilogramm auf 1,81 Meter Körpergröße. Sehr viel davon war Körperfett.

Ich war nicht zufrieden. Noch im Alter von 25 hatte ich ein Sixpack gehabt, um das mich viele beneideten. Das war jetzt allerdings komplett unter meiner Plauze begraben.

Aber das war nicht das einzige Problem. Viel schwerwiegender war der gesundheitliche Aspekt: Mein Doktor stellte Bluthochdruck bei mir fest. Obwohl ich mich gesünder ernährte als vorher, trug ich immer noch zu viel Gewicht mit mir herum. Außerdem plagte mich ein massives Sodbrennen. Täglich.

Die vermeintliche Lösung nahte in Form einer erneuten Ernährungsumstellung: Vegetarier wollte ich sein. Das sei, so las ich allenthalben, gesund und natürlich „besser“, weil das Leben vieler Tiere verschont würde. Doch die vegetarische Ernährung setze mir enorm zu: Ich baute Muskelmasse und Kraft ab. Nach einem euphorischen Hoch, das vielleicht zwei Monate anhielt, verschlimmerte sich das Sodbrennen massiv. Auch mein Stuhlgang veränderte sich zum Schlechteren: Durchfall war an der Tagesordnung.

Und mein Bauchfett war immer noch da.

Irgendwann stolperte ich dann im Netz über den Begriff „Steinzeitkost“. Das war mir neu. Wie, Steinzeitkost? Essen wie Steinzeitmenschen? Schwachsinn! Wir leben im 21. Jahrhundert! Und das soll gesund sein?

Trotzdem vergrub ich mich in die Literatur.

Und konnte keinen Fehler finden.

Die Steinzeitköstler nennen ihre Lebensweise auch „Paleo-Ernährung“ und ähnliches. Die Begründung, warum diese Ernährungsumstellung gesund ist, lautet so: Unser Körper ist, evolutionstechnisch gesehen, mindestens 40.000 Jahre alt. Getreide, so wie wir es kennen, ist ein Produkt aus der Ackerbauzeit des Menschen — also ungefähr 10.000 Jahre alt. Es besteht also mindestens eine Lücke von 30.000 Jahren zwischen unserer genetischen Veranlagung und unserem Verzehr von Getreide.

Schlicht ausgedrückt: Unser Körper ist nicht auf das Essen von Getreide ausgelegt.

Das verursacht allerhand Probleme: unser Übergewichtrisiko steigt, damit geht eine Gefahr von Diabetes einher. Durch Getreideverzehr wird der Insulinhaushalt unseres Körpers gestört, was zu einer sogenannten Insulinresistenz führen kann. Diese wiederum ist verantwortlich für einen Anstieg des Körperfettgehaltes. Und Körperfett (vor allem bei Männern das Bauchfett) ist nicht lediglich Fett, sondern ein biologischer Komplex, der weibliche Hormone produziert. Das wiederum verursacht bei Männern den Zuwachs von Brustfett und andere ungesunde und nicht schön anzuschauende Dinge.

Und so begann ich, meine Ernährung umzustellen. Heute konsumiere ich keine Getreideprodukte mehr: kein Brot, keine Brötchen, kein Mehl, so gut wie kein Bier. Auch bei anderen stärkehaltigen Nahrungen bin ich äußerst sparsam: wenig Kartoffeln, noch weniger Reis. Ich esse viel Obst (vor allem Beeren und Melonen) und noch viel mehr frisches Gemüse.

(Bio-)Fleisch, Fisch, Geflügel und tierisches Fett ist für die Paleo-Ernährung wichtig, außerdem Butter, Eier, Olivenöl und Palmöl. Tierisches Fett und Protein und frisches Gemüse sind die Basis der Paleo-Ernährungspyramide.

Schon zwei Tage nach dieser Umstellung war mein Sodbrennen wie weggeblasen. Und ist seitdem nicht mehr wieder aufgetaucht. Mein Blutdruck hat sich annähernd normalisiert, und ich bin so energiegeladen wie als 25-Jähriger. Ich wiege jetzt 92 Kilo und habe mit 42 Jahren mehr Kraft und Ausdauer als vor 20 Jahren.

Und: Auch mein Sixpack ist wieder da 🙂

Ich bin überzeugt, durch eigene Erfahrung und das Lesen vieler wissenschaftlicher Berichte, daß die Paleo-Ernährung und eine Orientierung hin zum natürlichen Leben DER Gesundheitsfaktor in unserem Leben ist. Deshalb habe ich diesen Blog eröffnet.

Das Leben als Höhlenmensch macht Spaß!
Und funktioniert auch im 21. Jahrhundert.

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12 Kommentare zu “Über den Autor

  1. Interessant. Ich habe mal eine sogenannte „Pilz-Diät“ gemacht – ich hatte (wg. Antibiotika) zu viele Pilze im Darm und musste die durch eine Ernährung, die den Pilzen im Darm keine Nahrung bietet (und über Medikamente) wieder reduzieren. Dabei durfte ich kein Zucker, kein Weizenmehl, nur saures Obst und keine Hefe essen – aber Fleisch, Fisch, Ei, Kartoffeln und Gemüse so viel ich wollte – dabei habe ich damals auch extrem abgenommen. Und mir Zucker in Kaffee oder Tee komplett abgewöhnt. Ich weiß noch, wie erschüttert ich war, als ich damals festestellen musste, wo überall Zucker reingemischt wird – sogar bei der Wurst.

  2. Pingback: Gründe, warum vegane Ernährung eine ganz schlechte Idee ist | Paleoleben

    • Lies mal den Blog, da schreibe ich *deutlich*, daß Butter zwar nicht „Paleo“‚ sondern „Primal“ ist, daß aber die Unterschiede zwischen diesen beiden Varianten so gering sind, daß ich (und viele andere Paleos) sie vernachlässige.

      Der Artikel, den ich meine, heißt „Paleo oder Primal“.

  3. Das mag sein, dass dies irgendwo steht, aber eben nicht da, wo du Butter als Zutat nennst. Ebenso viele andere Ungenauigkeiten, mal abgesehen von der hanebüchenen Rechtschreibung, gibt es auf dieser deiner webside.
    Ein Beispiel: „Kokosmehl, Leinsamenmehl und Mandelmehl beispielsweise können annähernd genauso verwendet werden wie das Weizenprodukt.“ -Eben nicht. Weder geschmacklich noch von seinen Backeigenschaften gleichen die genannten Alternativen annähernd dem Weizenmehl.
    Es wäre schön, wenn hier mehr Genauigkeit in puncto Lebensmittellehre vermittelt würde, diese ist besonders bei Paleo für Interessierte und/ oder Ahnungslose nötig und wichtig, da es wirklich auf die feinen Unterschiede (wie auch bei Fetten z.B.) ankommt.

    • Liebe Annette,

      bevor ich auf deine Behauptungen eingehe, möchte ich dich bitten, deinen scharfen Ton runterzufahren. Nur weil jemand anderer Meinung ist als du, kann das kein Grund sein, hier gleich persönlich zu werden. Ich hoffe, du hast diesen unmißverständlichen Wink mit dem Zaunpfahl verstanden.

      Ansonsten: meine Antwort findest du im neuen Artikel.

  4. Pingback: Hier spricht die Paleo-Polizei! | Paleoleben

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